Die Waldschule - Aktuell

Derzeit finden in der Waldschule Schüler/innen nach dem Lehrplan für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf Platz in 16 Klassen. Eine ASO-Klasse wird ebenso geführt.

Unsere Schüler/innen werden von kompetenten Therapeuten/innen und Krankenschwestern unter Aufsicht von Fr. Dr. Matschiner-Schneider betreut.

Darüber hinaus gibt es Snoezelräume, Therapieräume, einen Turnsaal, ein Hallenbad, eine Schulbücherei, eine große Küche mit Speisesaal und ein großes Areal mit mehreren Spiel- und Sportplätzen.

1992 - Die Eröffnung der neuen Schule

Die Baufälligkeit der Schule machte einen kompletten Abriss notwendig. Am 13. März 1991 erfolgte der Spatenstich durch Landesrätin Traude Votruba. Nach nur 19-monatiger Bauzeit konnte die neue Schule am 14. Oktober 1992 feierlich eröffnet werden. Herr Direktor Hermann Gruber begrüßte zahlreiche Gäste beim Festakt. Alle Räume wurden den Bedürfnissen körperbehinderter Kinder angepasst.

Das Schulgebäude hat Platz für 18 Klassen, acht Therapieräume, eine Schulküche, einen EDV- Raum, spezielle Sanitäranlagen mit Wickelräumen, einen Aufenthaltsraum für Therapeuten sowie Kanzlei-, Verwaltungs- und Konferenzraum.

1981 - Ankauf eines Waldschulbusses

Ein behindertengerechter Bus mit einer Hebebühne für Rollstuhlfahrer/innen wurde im Oktober 1981 angekauft.

1980 - Eröffnung des Schwimmbades

Der NÖ Landtag beschloss 1977 den Bau eines Schwimmbades, eines Turnsaals und einer Wäscherei zu finanzieren. Am 13. Juni 1980 konnten das neue Schwimmbad und der Turnsaal eröffnet werden. Alle waren begeistert!

1977 - 25 Jahre Waldschule

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Schule fand eine große Feier statt.

Es besuchten 193 körperbehinderte Kinder aus den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Burgenland und Kärnten die Waldschule.

Es gab 17 Klassen mit ca. zwölf Schüler/innen pro Klasse:

Klassen der Allgemeinen Sonderschule, eine Vorschulkasse, vier Volksschulklassen und vier Hauptschulklassen.

Um die medizinische Behandlung kümmerten sich ein Orthopäde, eine Kinderfachärztin, neun Physiotherapeutinnen und eine Logopädin.

1965 - 1967 Bau des neuen Internates

Am 3. Dezember 1965 erfolgte die Grundsteinlegung für ein neues Internat neben der Waldschule. Das Gebäude wurde in Fertigteilbauweise binnen elf Monaten fertig gestellt und schuf Platz für 144 Kinder. Es wurde in vier ebenerdige Trakte gegliedert, die jeweils zwei Gruppen Platz boten. Ein Verbindungsgang zwischen Internat und Schule wurde geschaffen.

Am 29.04.1967 wurde das Internat feierlich eröffnet.

Am 04.04.1968 konnte die neue Internatsküche ihren Betrieb aufnehmen.

1963 - Eine Zahnstation in der Waldschule

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Waldschule spendete das Österreichische Jugendrotkreuz den Kindern der Waldschule 70.000 Schilling zur Errichtung einer Zahnstation. Dieses Geld wurde mit dem “Opfergroschen” in ganz Österreich gesammelt.

Die Zahnstation in der Waldschule ersparte den aufwendigen Transport und die Strapazen für die Kinder bei einem Zahnarztbesuch in einer Ordination in Wr. Neustadt. Jede Woche kam an einem Nachmittag der Zahnarzt und behandelte die Zahnprobleme der Kinder. Direktor Ernst Waldner bedankte sich im Rahmen einer Schulfeier bei allen Spendern.

1958 - Eröffnung des neuen Schülerheimes

Am 24.Juni 1958 eröffnete Unterrichtsminister Heinrich Drimmel das neue Schülerheim der Waldschule. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auch die Sonderschule von Prälat Jakob Fried geweiht. 140 Schüler/innen aus ganz Österreich besuchten die Waldschule.

1955 - Ausbildung in Werkstätten

Ab dem Schuljahr 1955/56 hatten die Schüler/innen auch die Möglichkeit, in der Waldschule einen handwerklichen Beruf zu erlernen. Es gab:

  • eine dreijährige Fachschule für Damen- und Herrenschneiderei
  • eine zweijährige Fachschule für Wäschewarenerzeugung
  • eine Anlehre in Weben, Maschinenstricken und Teppichknüpfen als Übergang in das Berufsleben

Ab dem Schuljahr 1962/63 wurde diese Anlernwerkstatt als ein Berufsvorbereitungskurs in der Waldschule geführt. Infolge der sinkenden Schülerzahl und der sich verändernden Berufswünsche der Schüler/innen wurden die Fachschulen und der Berufsvorbereitungskurs im Jahr 1966 geschlossen.

11.11.1952 - Eröffnung der Waldschule

Die Umwandlung der Waldschule in eine Sonderschule für körperbehinderte Kinder ist ein Verdienst des Wiener Neustädter Bürgermeisters Rudolf Wehrl. Die Waldschule sollte nach dem Vorbild der heilpädagogischen Schulen von Hans Radl in Wien ein “Österreichisches Zentrum” werden. Kinder aus den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Burgenland, Salzburg, Kärnten und Tirol sollten die Waldschule besuchen können.

Die Eröffnung der Waldschule erfolgte am 11. November 1952. Zu Beginn des ersten Schuljahres besuchten 25 Schüler/innen die Schule, am Ende des Schuljahres waren es 54 Schüler/innen, aufgeteilt auf drei Klassen. Zum Direktor der Schule wurde Friedrich May ernannt.

Folgende Zielsetzung wurde der Schulchronik von 1952 entnommen:
(alte Rechtschreibung)

“Die Sonderschule hat sich zur Aufgabe gestellt, Kinder mit einem angeborenen oder erworbenen Gebrechen durch eine planvolle Erziehung und einen individuellen Unterricht zu arbeitswilligen, arbeitsfreudigen, berufsfähigen Menschen heranzubilden, die schließlich befähigt sind, im Kreis ihrer gesunden Mitmenschen am Lebenswerk aller mitzuarbeiten, um, wenn schon nicht ganz, so doch teilweise für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können. Aus diesem Grund ist es notwendig, daß diese Sonderschule vor allem Erziehungsschule ist. Um die körperbehinderten Kinder zur Überwindung ihres Leidens zu bringen, muß die Sonderschule auch Therapieschule sein. Dazu ist es notwendig, daß die Kinderschar ein richtiges Geborgensein umfängt. Dies gelingt durch mütterliches bzw. väterliches Eingehen auf die Eigenart jedes einzelnen Kindes von Seite des Lehr- und Erzieherpersonals, das sich ausschließlich von der Liebe zum Kind in seiner schwierigen Erziehungsaufgabe leiten lassen darf.”

1945 - 1952 Wiedererrichtung der Waldschule

Im September 1945 eröffnete man in einem Nebentrakt der “Waldschule” eine Kinderkrippe. Dort wurden gesundheitsgefährdete Wr. Neustädter Kinder, Flüchtlingskinder und Kinder alliierter Soldaten aufgenommen und betreut. Durch verschiedene Aktionen gelang es, viele Spenden für den Neubau zu bekommen. Ein Beispiel dafür war der damalige Bundespräsident Dr. Karl Renner, der seine Pension als Staatsbibliothekar für den Bau spendete.

Der Nebentrakt bestand aus hellen Schlafräumen, einem schönen Festsaal, einer Großküche, einem Speisesaal und modernen Waschanlagen. Die “Waldschule” wurde bis zum Jahr 1952 als Kinderkrippe und  Erholungsheim für bedürftige Kinder aus Wr. Neustadt geführt.

1934 - 1944 Jugenderholungsheim

Ab 1934 gab es keinen Schulbetrieb mehr und die Baracken wurden nur für Erholungsaktionen in den Sommerferien genützt. Im Mai 1938 übernahm die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) die “Waldschule” und benützte sie als Jugenderholungsheim. 1944 brannte das Schulgebäude der “Waldschule” vollständig ab.

1925 - 1927 Erweiterung der Schule

Um den Kindern die tägliche Fahrt von Wr. Neustadt in den Föhrenwald zu ersparen, wurde aus Spendengeldern ein Schlafsaal gebaut. Der Gemeinderat beschloss die Errichtung eines Brunnens und den Bau einer elektrischen Leitung vom Kraftwerk Föhrenwald zur ” Waldschule”.

Ab 1926 gab es ein Internat und die FeIdbahn wurde überflüssig. Die Gleise wurden abmontiert. Autobusse brachten nun wöchentlich die Kinder. Da der bauliche Zustand der Baracken bedenklich war, wurde mit dem Neubau der Schule begonnen. Es blieb aber zunächst beim Rohbau, da die Stadt aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage Ende der zwanziger Jahre keine Geldmittel zur Verfügung stellen konnte.

1920 - Schule und Gesundheit

Die Kinder wurden mit der Feldbahn von Wr. Neustadt in den Föhrenwald gebracht. Vom Burgplatz, wo in der ehemaligen Zeughauskaserne (heute Bundespolizeidirektion) ein Warteraum vorgesehen war, fuhr die Bahn entlang der Gymelsdorfer Straße über den Kehrbach und über die “Bendek-Gründe” in den Föhrenwald. Die Fahrt musste bei den Gleisanlagen der Aspangbahn unterbrochen werden. Die Kinder stiegen aus, überquerten die Schienen und stiegen in eine zweite Garnitur der Feldbahn wieder ein, die sie bis zur Schule brachte. Für diese Strecke von sieben Kilometern wurde eine Fahrzeit von 35 Minuten benötigt.

Die “Waldschule” wurde am 7. Juni 1920 eröffnet. Sie war eine Sommerschule, die nur von Mitte April bis Ende Oktober besucht wurde. Es gab acht Klassen mit insgesamt 200 Schülern/innen, die von acht Lehrer/innen unterrichtet wurden.

Der Stundenplan sah folgendermaßen aus: Es gab täglich vier Stunden Unterricht zu je 30 Minuten, die in der Schulbaracke oder im Freien abgehalten wurden, anschließend fand das Mittagessen statt, danach folgten zwei Stunden liegen, die sogenannte “Liegekur”.

Das Nachmittagsprogramm bestand aus Sport, Spaziergängen, Gartenarbeit, spielen im Garten und baden im TränkIbach.

Die Kinder wurden von einem Schularzt jede Woche einmal untersucht und abgewogen. Die Versorgung der Kinder mit Essen war ausgezeichnet, dank der Unterstützung des Schwedischen Roten Kreuzes und christlicher Hilfsorganisationen aus Amerika und England.

1919 - Errichtung der Waldschule

Nach dem 1. Weltkrieg litten viele Kinder in Wr. Neustadt an Hunger und Unterernährung. Sie waren anfällig für Tuberkulose, einer schweren Erkrankung der Lunge, die sehr ansteckend war und für viele zum Tod führte. Der damalige Vizebürgermeister der Stadt Wr. Neustadt, Josef PÜCHLER, entwickelte einen Plan zur Errichtung einer Heilstätte für tuberkulosegefährdete Wr. Neustädter Kinder in Verbindung mit einer Schule. Diese Heilstätte sollte im nahegelegenen Föhrenwald die Möglichkeit zur Erholung bieten und “WALDSCHULE” heißen.

Im Jänner 1919 beschloss der Gemeinderat, die “Waldschule” zu bauen. Noch im selben Jahr wurden vier Baracken aus Holz aufgestellt:

  • Die größte Baracke hatte Platz für vier Klassenzimmer und einen Speisesaal.
  • In der zweiten Baracke gab es eine Liegehalle und einen Unterkunftsraum.
  • In der dritten Baracke war die Küche untergebracht.
  • In der vierten Baracke waren die Wirtschaftsräume.